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Post aus meiner Küche – beeriges

Die zweite Runde wurde eingeleutet und schwupps kam auch schon die Adresse meines Tauschpartners. Very berry läd ein, alles schöne in Pink- und Rosatönen zu gestalten.
Zuerst habe ich mir 4 Rezepte ausgesucht, die ich fein ordentlich kochen und backen wollte. Doch dann wurde eines irgendwie nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe – viel zu süß! – und ich habe einfach improvisiert und aus dem Restteig eine neue Kreation gezaubert. Somit gehen 5 Köstlichkeiten auf Reisen.

Zuerst habe ich ein leckeres Tomaten-Beeren-Chutney zubereitet. Ich liebe diesen herrlich fruchtigen Geschmack der Tomaten und vor allem der Beeren gepaart mit ein bisschen Schärfe einer klitzekleinen Pepperoni. Eine schöne Alternative zum handelsüblichen Ketchup, schmeckt herrvorragend zu gegrilltem Fleisch und Fisch und zu Käse.

Tomaten-Beeren-Chutney

Tomaten-Beeren-Chutney

Zutaten
400g Dosentomaten
1 Zwiebel
2 Esslöffel Zucker
50ml Essig (z.B. Apfelessig)
Salz
200g gemischte Beeren (gefroren oder frisch
oder 75g getrocknete Beerenmischung)
1Teelöffel bunter Pfeffer
2 Teelöffel Sultaninen
1 kleine getrocknete Chilischote

Und so geht‘s:
Zwiebel würfel und in etwas Öl in einem großen Topf glasig dünsten. Die Chilischote klein schneiden. Tomaten, Tomatensaft, Zucker, Sultaninen und Essig zugeben, salzen und unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze ca. 30 Min. köcheln lassen. Nach ca. 15 Minuten die Beerenmischung und Pfefferkörner zugeben und 15 Min. mitköcheln. Mit Salz abschmecken. Tomaten-Beeren-Chutney in ein Einmachglas füllen, abkühlen lassen. Passt prima zu gegrilltem oder gebratenem Fleisch, Fisch oder Käse.

 

Bei Rezept Nr. 2 handelt es sich um saure Fruchtgeleeblüten – zarte Süßigkeiten mit viel Zucker. Sehr, sehr fruchtig und aromatisch im Geschmack.

Saure Fruchtgelee-Blüten

Zutaten
500g gemischte Beeren
ca. 400g Gelierzucker (1:1)
1 Teelöffel Zitronensäure
2 Esslöffel grober Zucker
1 Päckchen Brausepulver

Und so geht‘s:
Gemischte Beeren mit einem Stabmixer pürieren und durch ein feines Sieb streichen. Püree abwiegen und mit derselben Menge Gelierzucker und einem Esslöffel Zitronensäure in einen Topf geben und aufkochen. 20 bis 30 Minuten sprudelnd kochen lassen. Gelierprobe machen: Einen Kleks heiße Fruchtmasse auf eine Untertasse geben. Wird sie schnell fest, kann es weitergehen. Ansonsten erneut 1 Teelöffel Zitronensäure zugeben und nochmals aufkochen.
Fruchtmasse in eine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform (ca. 28 cm x 19 cm) geben und mindestens 4 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen. In einen tiefen Teller 2 Esslöffel Zucker und Brausepulver mischen. Blüten aus dem Gelee stanzen (oder in Würfel schneiden) und in dem Zucker wälzen.

Dann habe ich mich an Himbeer-Curd versucht. Absolut lecker und zum Liebling meiner Kochkünste erkoren. Der fruchtige Aufstrich aus England wird auf Tartes mitgebacken, rundet als Füllung Muffins und Cupcakes ab und wird auch als süße Speise ähnlich wie Pudding gegessen.

Himbeer Curd

Zutaten
1 kg Himbeeren (gefroren oder frisch)
450 g Zucker
1/2 TL Salz
120 g kalte Butter, in Stückchen
4 Eier, Größe L

Und so geht‘s:
Tiefkühl-Himbeeren auftauen, zusammen mit 2 EL Wasser in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Unter Rühren etwas köcheln lassen, so dass die Himbeeren zerfallen. Den Topf vom Herd nehmen und die Himbeeren durch ein Sieb streichen oder durch ein Tuch pressen. Den Himbeersaft zusammen mit dem Zucker, Salz, in Stücke geschnittener
kalter Butter und den Eiern in eine Metallschüssel geben. Über dem Wasserbad die Masse bei mäßiger Hitze mit einem Schneebesen schlagen, bis sich der Zucker gelöst hat. Das Wasser des Wasserbads nun zum Kochen bringen. Die Himbeermasse dabei mit einem Holzkochlöffel ständig rühren, bis der Curd „dick vom Löffel tropft“. Bitte aufpassen: Die Masse darf nicht kochen! Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und den Curd sofort heiß in sterile Schraubgläser abfüllen. Die Gläser umdrehen und fünf Minuten auf dem Kopf stehen lassen.
Als fruchtige Füllung für Cupcakes oder auf Mürbeteig-Tartelettes gebacken eine typische englische Süßspeise.

Als Viertes sollten es Himbeer Friands sein. Die sind mit sehr viel Zucker, Eiweiss und nur einem Hauch Mehl gebacken. Schmecken vorzüglich sind aber mächtig süß! Weil mir das nicht so sehr behagte, habe ich als fünfte Leckerei noch beerige Muffins gebacken und einen Teil des Friand-Teiges einfach eingearbeitet. Das ergab eine fluffige Masse, die nicht so sehr süß ist und die Konsistenz von Muffins hat. Hier kann dann auch der Raspberry Curd zum Einsatz kommen, wenn man nämlich das Topping aus Frischkäse und Mascarpone damit auffrischt und die Muffins so in herrlich beerige Cupcakes verwandelt.

 

Himbeer Friands

Zutaten
190 g Butter
60 g Mehl
200 g Puderzucker
120 g sehr fein gemahlene Haselnüsse
(oder Mandeln)
5 Eiweiß
Zitronenschalenaroma (Pulver)
100g Himbeeren
(oder andere Beeren nach Wahl)

Und so geht‘s:
Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Butter schmelzen und nur etwas davon zum Einfetten der Formen benutzen. Die Formen dann leicht mit Mehl bestäuben. Mehl und Zucker in eine Schale sieben und die Mandeln hinzufügen. Verquirlte Eiweiße hinzufügen, ebenso die geschmolzene Butter und das Zitronenschalenaroma, alles gut mischen. Teig zu 2/3 in die Förmchen füllen, mit Beeren belegen und ca. 25-35 Minuten lang backen.

 

Beerenmuffins

Zutaten
125 g Zucker
125 g Butter
125 ml Milch
250 g Mehl (oder 50 g Speisestärke, 100 g Maismehl, 100 g Weizenmehl)
4 Eigelb
1 Ei
1 Päckchen Vanillinzucker
1/2 Päckchen Backpulver
1/3 des Teiges der Friands
150 g Beerenmischung (plus Zucker nach Geschmack)

Und so geht‘s:
Den Zucker mit Vanillezucker, den Eigelben und dem Ei verquirlen. Butter hinzufügen und kräfig rühren, bis sich eine cremige Masse gebildet hat. Nun einen Drittel der Friands-Masse hinzufügen, nochmals kräftig rühren. Nach und nach Mehl, Backpulver und Milch zugeben und rühren bis der Teig „dick vom Löffel tropft“.
Die Beerenmischung mit dem Pürierstab oder dem Mixer zerkleinern und unter den Teig rühren. Den Backofen auf 190°C vorheizen und den Teig randhoch
in Muffinförmchen füllen. ca. 20 Minuten bei 190°C backen.

 

Topping für Cupcakes

Um aus den Muffins feine Cupcakes zu machen ca. 100 g Frischkäse (z.B. Philadelphia), 100 g Mascarpone, Zucker nach Geschmack und ca. 40 ml Sahne mit 2 – 3 Esslöffeln Raspberry-Curd verquirlen. Für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen und dann mittels Spritztülle die Muffins damit dekorieren.

 

Natürlich gibt es auch wieder schöne Rezeptkärtchen dazu, frisch gedruckt in herrlich-beerigen Farbtönen. Jeweils auf DIN A 5, auf der Vorderseite die Zutaten, auf der Rückseite die Zubereitung. Zudem habe ich die Etiketten auf einem Bogen zum Ausdrucken gesetzt. Wer mag, darf dieses gerne (privat) verwenden.

Rezeptkarte Tomaten-Beeren-Muffins

Download saure Fruchtgeleeblüten

 

Download Rezeptkarte Himbeer-Curd

 

Download Rezeptkarte Himbeer-Friands

 

Download Rezeptkarte Beerenmuffins

 

Download beerige Aufkleber (DIN A 4)

Post aus meiner Küche – eine tolle Aktion! Weitere tolle Bilder von anderen Teilnehmern findet ihr bei Pinterest.

 


 
 
 

3 Kommentare zu “Post aus meiner Küche – beeriges”

  1. Jessi
    1. Juli 2012 um 21:31

    Liebe Manuela,
    wunderbare Rezepte hast du gezaubert – ich bin ganz begeistert! Da kann die Küchensause ja auch ohne Tauschpartner weitergehen!
    Sei lieb gegrüßt,
    Jessi!

  2. Manuela
    1. Juli 2012 um 21:49

    Vielen Dank, liebe Jessi! Ja, es war wirklich eine wunderbare Idee, solch eine Tauschaktion durchzuführen, was für tolle Rezepte man entdecken kann – es ist herrlich bereichernd! Und wenn du mal Lust auf’s Tauschen „nebenbei“ hast, kannst du dich gerne bei mir melden – ich werde mir Mühe geben und bin gespannt auf Neues!

  3. Jessi
    6. Juli 2012 um 15:47

    Oh Manuela, das ist eine wunderbare Idee … auf die komme ich bei Gelegenheit ganz sicher zurück! Ich wünsche dir ein sonniges WE und sende gaaanz liebe Grüße, Jessi!

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