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Flockmotive zum Aufbügeln

Heute möchte ich einmal über das Für und Wider von Flockmotiven schreiben. Und ist Flex immer einen gute Alternative?

Flockfolien im Gebrauch

Flock läßt sich hervorragend verarbeiten. Ist sehr gut zu Schneiden, hält – wenn nicht zu fein – prima und ist in vielen schönen Farben erhältlich. Mit Flockmotiven lassen sich nicht nur selbstgenähte oder gekaufte Kleidungsstücke oder Accessoires, wie Kosmetiktaschen, mit einfachen Handgriffen veredeln. Flächige Flockmotive verdecken ausserdem auch Flecken und kleinere Löcher in Textilien – praktisch, wenn der Lieblings-Pulli somit noch gerettet werden kann.
Durch seine samtige Oberfläche ist der Flock weich und seidig. Was ihn aber auch unter Umständen empfindlich machen kann. Helle Flockfarben – vor allem Weiß – auf dunklen Textilien nehmen oftmals die Farbe anderer, dunklerer Textilien während des Waschvorganges auf.  Mit einer Kleiderbürste oder -rolle kann man anhängende Fusseln wieder gut abbekommen. Verfärbungen jedoch belieben, wie in jeder anderen Faser, leider auf Dauer.
Der von aprilliebe verwendete Flock besteht aus 100% Viskosefasern von einer Länge von ca. 0,3 mm. Die Farben Limette, Lavendel, Bordeaux, Orchid, Mittelblau und Black Stardust haben einen Faserlänge von ca. 0,75 mm. Diese Folie ist speziell und ist für den Schnitt feinerer Motive oder Schriften nicht so gut geeignet. Diese 6 Farben müssen im Gegensatz zu den anderen Farben kalt abgezogen werden. D.h. nach dem Verpressen/Aufbügeln müssen Motiv/Schriftzug und Textilie für ein paar Sekunden abkühlen, so dass der Kleber sich bereits wieder gefestigt hat.
Sollte Flock sich lösen kann man ihn Problemlos wieder fest bügeln. Die Haltbarkeit ist sehr hoch. Es entstehen keine Brüche, da das Material auf Grund der Fasern sehr elastisch ist.
Wenn man Flock flächig an stark in Anspruch genommen Stellen, wie z.B. Knien oder Ellenbogen verwendet, kann man unterstützend auch noch mit einer Naht eine zusätzliche Stütze geben. Je nach Farbwahl – vielleicht eine Komplementärfarbe – und Stichart können hier nebenbei noch schöne kleine Kunstwerke entstehen.  So könne auch einfache Formen wie Kreise, Quadrate, Rechtecke oder Dreiecke zu schönen Motiven verarbeitet werden. Das Gute daran ist, dass die Gestaltungsmöglichkeiten kaum Grenzen haben. Flock kann man sogar auf Papier und Pappe aufbügeln, so dass man hieraus auch Kärtchen oder Label machen kann. Flock kann auch mit der Schere, dem Cutter oder einem guten Stanzet geschnitten werden. Die Vielseitigkeit des Flocke spricht sehr für sich.

 

Flexfolien in der Übersicht

Als Alternative bei den Bügelfolien gibt es Flex. Flex hat eine softe, matte Oberfläche, ist in der Regel sehr dünn und läßt sich ebenso wie Flock vielseitig verwenden. Beim Entgittern muss darauf geachtet werden, dass man nicht zu stark zieht und den Flex überdehnt. Anders als beim Flock, bei dem auch kleine Risse, die evtl. beim Entgittern entstanden sind, werden solche auch nach dem Verpressen sichtbar bleiben. Die von uns verwendete Flexfolie besteht aus Polyurethan mit einer Dicke von 100 µ. Spezialfolien, z.B. Glitter (Polyurethan, 100 µ), Holografische Folie (PET-Folie, 110 ) und Hochglanzfolie (PET-Folie metallbedampft, 100 µ) bestehen aus unterschiedlichen Materialien und Dicken. Auf Grund der Beschaffenheit ist die Verarbeitung und die Haltbarkeit unterschiedlich. Feste Folien, wie die Holografischen- und die Hochglanzfolien können, vor allem bei feinen Schnitten, leichter brechen. Dabei lösen sie sich nicht von der Textilie, sondern haben kleine Unterbrechungen in der Oberfläche. Flächigere Motive sehen mit der Zeit gecrushed aus. Textilien, die mit diesen Folien veredelt wurden, bedürfen einer besonderen Pflege:

  • Nur auf Links waschen
  • Am besten Handwäsche
  • Vorsichtig bügeln – auf Links oder über das Motiv Backpapier legen, damit es nicht beschädigt wird
  • Aufpassen beim Falten – nicht zu stark knicken, das hinterlässt Spuren!
  • Nicht in den Trockner
  • In der Sonne nur auf Links trocknen lassen, damit die Folie nicht an Farbintensität verliert.

Die matte Oberfläche der  „normalen“ Flexfolie ist gut tragbar. Mit schönen Farben und einer recht guten Haltbarkeit (Pflege beachten) hat man auch noch in der nächsten Saison schöne Textilien. Neben einfarbigen Folien gibt es auch gemusterte, z.B. Tierprints wie Leopard, Python (auch in Pink!) oder Army, Tartan, Blümchen, Streifen … Leder-ähnliche Flexfolien haben eine strukturierte Oberfläche (Imprint). 3D Folien „erheben“ sich nach dem Auskühlen. Auch hier öffnen sich viele Gestaltungsmöglichkeiten. Eine Kombination verschiedener Flexfolien und/oder auch Flockfolien geben einer Textilie eine ganz andere Dimension. Vielleicht noch ein bisschen mit Schmucknähten arbeiten und schon erstellt man wirkliche textile Kunstwerke.

 


 
 
 

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